Gewöhnlicher Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Aussehen

Der Mehlkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Schwarzkäfer. Seine Larven sind Vorratsschädlinge, werden aber auch als Futter für Terrarientiere gezüchtet.

Die Käfer werden 10 bis 18 mm lang und haben einen etwas langgestreckten Körper. Ihr Kopf ist flach. Sie sind kurz nach dem Schlupf hell gefärbt, nach kurzer Zeit sind sie bereits rotbraun, um nach und nach dunkler zu werden um schließlich eine schwarze Färbung am ganzen Körper zu erlangen. Auf den leicht gewölbten Deckflügeln verlaufen aus Punkten gebildete Streifen (Längsrillen). Die Unterseite des Körpers, die Beine und die Fühler sind rotbraun gefärbt. Die Käfer können fliegen, tun dies aber selten. Die Larven werden als Mehlwürmer bezeichnet.

Lebensweise

Die Käfer sind weltweit verbreitet. Im Freien bewohnen sie, gleich wie ihre Larven, Mulm, verrottendes Holz und Vogelnester. In der Umgebung der Menschen bewohnen sie Mehl und andere Getreideprodukte und halten sich bevorzugt an dunklen und warmen Stellen auf.

Das Weibchen legt 160 bis 280 Eier, diese sind weiß, 1,8 mm lang, bohnenförmig und haben eine klebrige Oberfläche. Die Larve schlüpft nach etwa 15 Tagen und häutet sich während ihres Wachstums 9 - 20 mal, wobei allmählich ihre Farbe von Weiß über Gelb in ein sattes Gelbbraun wechselt. Gegenüber Nahrungsmangel ist sie sehr widerstandsfähig, sie kann bis zu 9 Monate hungern.

Die Larvenentwicklung kann über 600 Tage dauern, der gesamte Zyklus rund 650 Tage. Dieser lange Zeitraum ist sicher auch ein Grund dafür, dass der Mehlkäfer nicht zu den gefürchtetsten Materialschädlingen zählt. Die Larven sind Nachtlebewesen, tagsüber verbergen sie sich in dunklen Winkeln und Spalten. Die größeren Larven sind sehr aktiv und entfernen sich oft einige Dutzend Meter vom Ort ihrer bisherigen Entwicklung.

Schaden

Die Larven ernähren sich, ähnlich wie die Käfer, in erster Linie von stärkehaltigen Stoffen, wie Getreide, Mehl, Backwaren und anderen Substanzen. Darüber hinaus auch von anderen Insekten und mitunter ihren eigenen Larven. Deshalb trifft man Mehlkäfer häufig in Bäckereien an, was aber nicht zwingend ein Hinweis mangelnder Hygiene sein muss. Sie machen vor allem durch die entstehenden Schäden auf sich aufmerksam.

Er ist ein typischer Schädling, der heutzutage im Haushalt seltener vorkommt, da Mehl nicht mehr langfristig gelagert wird. Der Käfer befällt hauptsächlich Mühlen, Mehlvorratslager und Bäckereien. Auch wenn man weder einen erwachsenen Mehlkäfer noch eine Larve entdeckt, erkennt man befallenes Mehl eindeutig an den typischen gelben Fetzen der Larvenexuvien (abgeworfene Haut der Larve), die ein normales Mehlsieb leicht auffängt.

möglich, dass die Mehlkäferlarve Bakterien auf die Nahrungsmittel überträgt. Überdies kann sie Zwischenwirt für verschiedene Bandwurmarten sein, wobei die Infektion dann durch orale Aufnahme erfolgt, wenn ganze oder auch zerkleinerte Mehlkäferlarven in Getreideprodukten enthalten sind.