Fensterspinne

Allgemein

Die Fensterspinne ist eine kurzbeinige, jedoch verhältnismässig grosse Spinne, auffällig durch einen dunklen Fleck vorne auf dem Hinterleib. Sie kommt in freier Natur vor, dringt jedoch häufig auch in Gebäude ein. Das Weibchen erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 9 Millimeter und das Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 7 Millimeter.

Lebensweise, Biologie

Das Spinnengewebe hat die Form eines dichten, flachen Netzes, das an einer festen Unterlage haftet. Man findet das Netz vor allem an Felsen und auf der rissigen Borke abgestorbener Bäume. In der Netzmitte befindet sich ein trichterförmiges Versteck, in dem die Fensterspinne auf ihre Beute lauert. Das Weibchen legt seine Eier in einen linsenförmigen Eiersack, den es in einer besonderen, nach dem Gewebe angelegten Nistkammer unterbringt. Es entfernt sich nie von den Eiern, hütet sie unablässig und nimmt während dieser Zeit keine Nahrung auf.

Die Paarung findet im Frühjahr statt und das Männchen geht dann auf Partnersuche, wobei sich das Männchen durch Trommeln mit den Tastern am Netz des Weibchens bemerkbar macht. Im Juni beginnt das Weibchen, seinen Schlupfwinkel nach außen völlig abzuschließen. Ende Juni oder Anfang Juli findet die Eiablage statt. Insgesamt befinden sich etwa 100 Eier in der Kammer. Etwa Mitte Juli beginnen die Jungspinnen zu schlüpfen und verteilen sich kurz darauf über das Brutnest. Ende Juli scharren sich die Jungspinnen dicht zusammen um das Weibchen herum, die reglos auf den Kokonresten kauert. Kurz danach stirbt das Weibchen und der Körper
löst sich von innen her durch reichlich produzierte Verdauungssäfte selbst auf. Die Jungspinnen, die sich während dieser Zeit häuten, besteigen dann den Leichnam und beginnen, das Weibchen auszusaugen. Sie dient als erste Nahrung für die Jungspinnen. Die Entwicklung der Jungspinnen erstreckt sich etwa über zwei Jahre. Im Winter findet man neben ausgewachsenen Exemplaren stets auch zahlreiche kleine Jungspinnen.

Vorbeugung

Reinigung der von Spinnennetzen befallenen Stellen und Flächen, sowie Behandlung mit Langzeitinsektizid. Behandlung jährlich wiederholen!