Ofenfischchen (Thermobia domestica)

Aussehen

Das Ofenfischchen (Thermobia domestica) ist dem Silberfischchen in seinem Aussehen und der Lebensweise sehr ähnlich. Es unterscheidet sich nur durch seine bräunliche Färbung. Ofenfische mögen es auch etwas wärmer. Sie fühlen sich bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius wohl. Daher findet man sie selten in Wohnungen und eher an Öfen, Wärmetauschern und in gut geheizten Gewächshäusern.

Das Ofenfischchen lebt in den wärmeren Ländern Mitteleuropas. Es ist, wie das bekannte Silberfischchen, ein Urinsekt. Aber wie sein Name schon vermuten lässt, benötigt es viel Wärme. Die Tiere erreichen eine Größe von maximal 12mm. Die Weibchen erkennt man an ihrem langen Legestachel. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht ist eine Temperatur von mindestens 35C°, sie kann aber nachts auch abfallen. Werden diese Temperaturen in den Zuchtbehältern nicht erreicht, können kaum Fischchen zum Schlupf gelangen, und ein Verfüttern der grossen Thermobias lässt die Futterzucht zu stark schrumpfen.

Vorkommen und Lebensweise

Ofenfischchen lieben die Dunkelheit, und können somit ohne Lichtzufuhr auskommen. Die Weibchen legen in regelmäßigen Abständen 5-40 Eier ab. Bei richtigen Temperaturen und Luftfeuchtigeitswerten schlüpfen die Jungen nach 14 Tagen. Die Entwicklungszeit bis zum ausgewachsenen Tier beträgt 3-6 Monate. Das Futter besteht aus Zellulose, Zucker und Stärke.

Schaden

Die Tiere verursachen an dickeren Gegenständen wie z. B. Bucheinbänden Schabefraß. An Tapeten, Papier oder Pappe kann dagegen Lochfraß auftreten. Darüber hinaus fressen sie an stärke- oder zuckerhaltigen Stoffen wie Mehl, Grieß oder Haferflocken und können auf diese Weise Lebensmittel mit humanpathogenen Keimen verunreinigen. Das nah verwandte Ofenfischchen (Thermobia domestica) ist nicht so weit verbreitet wie das Silberfischchen und kommt hauptsächlich in Bäckereien vor.