Stubenfliege (Musca domestica)

Aussehen

Erwachsene Stubenfliegen sind 5 bis 8 mm lang, ihr Körper ist grau und hat vier Längsstreifen auf dem Brustbereich. Die Unterseite des Rumpfes ist gelblich, der Körper ist komplett mit Haaren bedeckt. Sie haben rote Facettenaugen. Die Körper der weiblichen Fliegen sind etwas größer und ihre Augen haben einen etwas grösseren Abstand voneinander als die der männlichen. Aufgrund des ähnlichen Aussehens mit Gemeinen Stechfliegen können sie leicht mit diesen verwechselt werden. Stubenfliegen werden unter anderem für Forschungszwecke und als Tierfutter gezüchtet.

Entwicklung

Stubenfliegen können sich bereits im Alter von drei Tagen paaren. Ihre Eier legen die Weibchen in strohigem Dung, Müll, Kompost und Nahrungsmitteln ab. Dort entwickeln sich anschließend die Larven. Abgesehen von überwinternden Tieren währt ein Stubenfliegenleben nur einige Wochen. In dieser Zeit kann ein Weibchen bis zu sechsmal jeweils 100 bis 150 Eier legen. Die Larven brauchen etwa 12 bis 25 Stunden, bis sie in den Eiern zur Schlüpfreife herangewachsen sind. Die kopf- und beinlosen Fliegenmaden können sich mit Körperkrümmen unbeholfen fortbewegen und ernähren sich von den Faulstoffen (Substrat), in denen sie geschlüpft sind. Sie wachsen heran, häuten sich zweimal und durch hormonell gesteuerte Verhärtung der Haut entwickeln sich die Larven anschließend zu Tönnchenpuppen. Innerhalb einer solchen Puppe beginnt eine Verwandlung, die je nach Temperatur 3 bis 8 Tage dauert. Will die dann entstandene Fliege ihr Puppentönnchen verlassen, so tritt durch Pressen eine Blase aus der sogenannten Bogennaht an ihrem Kopf aus. Damit sprengt die Fliege den Tönnchendeckel auf und beginnt zu schlüpfen. Schon 3 Tage nach diesem Schlüpfakt paaren sich die Stubenfliegen und anschließend sind die Weibchen zur ersten Eiablage bereit.

Verhalten

liegen gelten als Schädlinge, da sie trotz ständigen Putzens Krankheitserreger auf Lebensmittel übertragen können. Sie haben auch eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen wie Schweiß und Kot sowie eiternde Wunden. Sie sind Überträger diverser Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Ruhr, Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche u.a. Andererseits werden steril aufgezogene Fliegenmaden auch erfolgreich zur Behandlung schwer heilender Wunden eingesetzt und erzielen dabei oft bessere Ergebnisse als bei einer klassischen chirurgischen Behandlung, da die Maden nur wirklich abgestorbenes Gewebe entfernen, gesunde Zellen jedoch unberührt lassen.