Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

Aussehen

Die Arbeiterinnen der Pharaoameisen sind winzig klein, etwa 1,5 – 2.0 mm lang, bernsteingelb mit einem rotbraunen Hinterleibsende.

Die Königinnen sind dunkler gefärbt, mit einer Körperlänge von ca. 3,5 - 4,5 mm, die Männchen sind schwarzbraun und etwa 3 mm lang. Bei Pharaoameisen gibt es in einem Volk mehrere Königinnen.

Vorkommen und Lebensweise

Diese Ameise ist in unseren Breitengraden Draussen nicht lebensfähig. Sie wurde hauptsächlich aus Indien eingeschleppt. Um überleben zu können sucht sie stets die Umgebung des Menschen. Man findet sie darum in Spitälern, Bäckereien, Lebensmittelgeschäften, Schwimmbädern und Wohnungen.

Der Staat setzt sich aus verschiedenen Nestern zusammen. Neben dem Hauptnest existieren viele Schwesterkolonien. Auf diese Weise können sich in einem Gebäude mehrere hundert Nester befinden. Darin befinden sich mehrere Königinnen.

Kolonien von mehr als 1000 Königinnen sind durchaus keine Seltenheit. Es versteht sich von selbst, dass eine Population mit so vielen Königinnen sich extrem stark vermehrt. Die Anzahl der Ameisen wächst jeweils proportional zum Nahrungsangebot.

Sie sind „Allesfresser“ und ernähren sich vorzugsweise von eiweisshaltigen Produkten (Insekten, Fleisch) jedoch auch von zuckerhaltigen Speisen wie Früchte, Konfitüre, Schokolade usw.

Diese Ameisenart ist sehr schwierig zu beseitigen, weil ihre Nester sehr zahlreich und gut verborgen sind. Sie baut ihre Nester in Dämmstoffen, im Innern von Maschinen, hinter Steckdosen und Sockelleisten, sowie unter dem Parkett. Sie ist ausserdem fähig Mauerwerk zu beschädigen, indem sie meterlange Gänge und Nischen für die Nester darin baut. Diese Gänge ermöglichen den Pharaoameisen, sich unbemerkt in einem Gebäude auszubreiten. Die Nester werden für den Menschen schwer erreichbar tief im Mauerwerk angelegt. Nester im eigentlichen Sinne mit Brutkammern, Kanälen, Schächten usw. sind Pharaoameisennester nicht, vielmehr werden nur Hohlräume besiedelt.

Pharaoameisen verursachen an Lebensmitteln Frass-Schäden, übertragen Krankheitskeime und Fäulniserreger.

Um diese Ameisen zu beseitigen braucht es sehr viel Geduld.