Brauner Splintholzkäfer

Allgemein

Der bekannteste Splintholzkäfer ist der Braune Splintholzkäfer . Er ist in tropischen Gebieten heimisch, kommt aber bei uns in zunehmendem Masse vor (Holzimporte).
Der längliche und schlanke braune Splintholzkäfer wird durchschnittlich 4 bis 5 mm lang, er kann aber auch kleiner (2,5 mm) oder erheblich grösser (bis 7 mm) werden. Die Färbung des Käfers ist rot-braun, kleinere Exemplare können auch hellbraun sein. Auf den Flügeldecken sind in der Längsrichtung angeordnete Punktereihen zu sehen.

Lebensweise, Biologie

Das Weibchen legt die etwa 0,1 x 1,2 mm grossen Eier mit Vorliebe in die Poren von stärkehaltigen Laubhölzern. Fehlen solche Poren versucht der Käfer selbst geeignete Stellen anzunagen oder legt die Eier auch in feine Risse und Spalten. Einzeln oder in Gehegen von bis zu fünf Eiern werden gesamthaft etwa 75 Eier gelegt. Die engerlingsähnlichen Larven schlüpfen nach etwa acht bis zehn Tagen und entwickeln sich im befallenen Holz bis zur Verpuppung zwischen drei und 18 Monaten. Die Larven erzeugen runde Frassgänge in Faserrichtung, die mit Frassmehl verstopft sind. Unter ungünstigen Bedingungen dauert die Larvenentwicklung bis zu zwei Jahren. Der Käfer verlässt das Holz im Mai bis Juni durch die kreisrunden Ausfluglöcher (1 mm).

Schaden

Verschiedenen Arten des Splintholzkäfers sind weltweit verbreitet. Sie haben einen sehr geringen Feuchtigkeitsanspruch, können aber trotzdem recht erhebliche Schäden anrichten. Die vom braunen Splintholzkäfer bevorzugten grossporigen Hölzer (Abachi, Limba, Okoumé) weisen auf die ursprüngliche Herkunftsregion des Schädlings hin. Aus tropischen Gegenden wurde der Käfer bei uns eingeschleppt und befällt hier auch die einheimischen Laubhölzer wie Eiche, Esche, Ulme, Nussbau und Kastanie.
Als Schädling tritt er vor allem auch an kultur- und kunsthistorischen Objekten auf, er befällt aber auch neue Museumsobjekte und Einrichtungen wie Vitrinen oder Bilderrahmen. Infolge der zunehmenden Verwendung von Importhölzern in der holzverarbeitenden Industrie und im Gewerbe nimmt die wirtschaftliche Bedeutung des Schädlings stetig zu.